Geschädigt?

Kontaktieren Sie uns:
Per Telefon: 089/216 333-0
Per Fax: 089/21 63 33 - 31
Per eMail: info(at)ra-lachmair.de
Per Online-Formular

Erstberatung:
Erstberatung für Geschädigte

Suchen

Weitere Angebote

VIP Medienfonds 3 und 4 - Finanzämter fordern Steuervorteile zurück

Finanzämter fordern von Anlegern die gewährten Steuervorteile zurück - auf Gesellschafterversammlungen am 22.03.2007 und 29.03.2007 nichts Gutes zu erwarten


München, 14.03.2007; Nun ist zum Leid der vielen tausend VIP Medienfonds 3 und 4 - Anlegern eingetreten, was schon seit langem zu befürchten und abzusehen war: Die Finanzämter fordern von den ohnehin schon geplagten Kapitalanlegern die gewährten Steuervorteile zurück. Das können je nach Beteiligungshöhe schon mal mehrere 10.000 € sein, die nun auf den Tisch zu legen sind.

Diese Entwicklung kam für uns nicht überraschend, schließlich sind nach unserer bisherigen Kenntnislage die für Filmproduktionen vorgesehenen Kapitalmittel der Anleger überwiegend nicht in Filmproduktionen geflossen, sondern von den Filmproduktionsfirmen über Umwege größtenteils sofort wieder an die Dresdner Bank (VIP Medienfonds 3) und an die HypoVereinsbank (VIP Medienfonds 4) zurückgeflossen. Es war absehbar, dass die Voraussetzungen für Gewährung von Steuervorteilen nach dem sogenannten Medienerlass nicht vorlagen und die Finanzämter folgerichtig die bereits gewährten Vorteile zurückfordern werden (siehe auch VIP Medienfonds 3 und 4 - Anleger müssen nun handeln)

Einzig die Prospektverantwortlichen, insbesondere die Geschäftsführungs GmbH, scheinen weiterhin davon überzeugt zu sein, dass die Änderung des Grundlagenbescheides, der Basis für die Rückforderungen bei den einzelnen Anlegern ist, durch das Finanzamt München falsch ist. Dieses Bild versucht man jedenfalls bei den schwer getroffenen Kapitalanlegern zu vermitteln. Es wird offensichtlich versucht, die Anleger zu beschwichtigen und in falscher Sicherheit zu wiegen. In unseren Augen handelt es sich hierbei aber wohl mehr um ein Spiel auf Zeit, denn je länger die Anleger abwarten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass deren Ansprüche gegen die sogenannten Prospektverantwortlichen im engeren Sinne, also die Geschäftsführungs GmbH, die Mittelverwendungskontrolleurin, Herrn Andreas Schmid und anderen, verjährt sind. Hintergrund ist hierbei die einjährige Verjährungsfrist, die ab Kenntnis der schadensersatzbegründenden Umstände zu laufen beginnt. Zwar ist im Gesellschaftsvertrag sogar eine noch kürzere Verjährungsfrist vereinbart, diese halten wir allerdings für unwirksam sein.

Commerzbank
Die Commerzbank, die die Beteiligungen an den VIP Medienfonds 3 und 4 insbesondere an ihre "guten" Kunden vermittelte, bietet zwischenzeitlich in vielen Fällen zur Finanzierung der Steuerschulden ein zinsloses Darlehen an. In den uns bekannten Fällen hatten die Berater der Commerzbank die Beteiligungen regelmäßig als "Garantiefonds" bezeichnet und damit geworben, dass entsprechende "Garantien" der Dresdner Bank bzw. HypoVereinsbank bestünden. Ohne auf die doch folgenreiche Unterscheidung zwischen Garantie und Schuldübernahme (nur eine solche liegt vor) einzugehen, vermittelte man bei den Interessenten so den Eindruck, dass deren Einlagen auf jeden Fall gesichert seien.

Wenn es auch Ihnen so ergangen sein sollte, so bitten wir Sie, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Es könnte dann geprüft werden, ob die Commerzbank generell auf diese Weise die Beteiligungen vertrieben hat.

HypoVereinsbank
Anders sieht es bei der HypoVereinsbank aus. Diese hatte rund 45% der jeweiligen Einlagen (VIP Medienfonds 4) finanziert, die Darlehen an den Fonds ausgezahlt, postwendend aber rund 80% der gesamten Investitionsmittel zur Anlage beim eigenen Haus zurückerhalten. Die HypoVereinsbank hätte damit aber erkennen müssen, daß die Vorgaben nach dem Medienerlaß, mit dem die Steuervorteile gewährt werden, nicht erfüllt waren, zumindest , daß die Aberkennung der Steuervorteile drohte. Sollte sich dieser Sachverhalt bewahrheiten, so dürfte die HypoVereinsbank nach unserer Überzeugung in der Haftung stehen. In dieser Richtung sehen wir auch deshalb gute Aussichten.

Gesellschafterversammlung
Auf den Gesellschafterversammlungen, die in den nächsten Tagen abgehalten werden, erwarten wir keine guten Neuigkeiten. Die Gesellschaft wird sich in dem Versuch die Anleger zu beruhigen wohl weiterhin auf den Standpunkt stellen, daß die Steuervorteile zu Recht gewährt worden sind.

Darüber hinaus wird sich die Gesellschaft auch unbequeme Fragen zum bisherigen Geschäftsverlauf gefallen lassen müssen. Es läuft schließlich nicht so gut wie erwartet, so jedenfalls ist zu hören. Wird die prospektierte Rendite aber nicht erzielt, so droht den Anlegern am Ende aber wohl neues Ungemach: sie werden dann unter Umständen die bei den Banken aufgelaufenen Zinsen selbst tragen müssen...