Geschädigt?

Kontaktieren Sie uns:
Per Telefon: 089/216 333-0
Per Fax: 089/21 63 33 - 31
Per eMail: info(at)ra-lachmair.de
Per Online-Formular

Erstberatung:
Erstberatung für Geschädigte

Suchen

Weitere Angebote

KGAL, LHI und Hannover Leasing - Probleme mit Medienfonds

Medienfonds-Prospekte

KGAL, LHI und Hannover Leasing - Probleme mit Medienfonds

OLG München stellt massive Plausibilitätslücke bei VIP-Fonds fest - zahlreiche Fonds von KGAL, LCI und Hannover Leasing mit ähnlicher Konstruktion - wie gehen die Behörden hier mit dem Verdacht des Steuerbetruges um? - Zivilrechtliche Haftung naheliegend - Rückabwicklung möglich und vielfach auch sinnvoll

 

München, 10.06.2010; Es kommt Bewegung in die Szene der Medienfonds. Insbesondere die unter anderem von den drei Landesbanktöchtern KGAL, LHI und Hannover Leasing konzipierten Defeasance- Fonds geraten unter Beschuss. Die Anleger sind in hohem Maße gebeutelt. Die Finanzämter haben die anfänglichen Steuervorteile rückwirkend aberkannt oder stehen kurz davor. Für die Betroffenen ist dies ein harter Schlag, zumal mit diesen Steuervorteilen in der Regel die Anlage finanziert wurde. Nun muss ein größerer Bargeldbetrag auf den Tisch geblättert werden, der zudem auch noch üppig zu verzinsen ist. Auch wenn derzeit noch versucht wird, das Problem durch Anträge auf Aussetzung der Vollziehung hinauszuschieben, werden die Anleger dieser unangenehmen Wahrheit entgegen sehen müssen.

Auf dem Tisch liegt bislang nur ein kleines Stückchen Wahrheit, die Zweifel hinter der Konstruktion werden aus unserer Sicht bewusst nicht diskutiert. Handelt es sich hier um eine gigantische Luftnummer, mit der letztlich nur der Fiskus geschädigt werden sollte? Wer hat ggf. an einer derartigen Finte mitgewirkt? Gab es politische Protektion mit dem Ziel der Selbstschädigung des Fiskus? Gibt es am Ende doch die Fortsetzung der längst vergangen geglaubten "Bayerischen Verhältnisse"?

Tatsache ist auf jeden Fall, dass mit dem Fall der VIP- Mediengruppe eine Konstruktion ins Visier der Strafverfolgung gerückt ist, die sich von derjenigen der KGAL-, LCI- und Hannover Leasing Fonds bestenfalls marginal unterscheidet. In allen Fällen findet sich - Wunder über Wunder - ein scheinbar selbstlos agierendes Bankinstitut, das für die Verbindlichkeiten einer zumeist auch noch im Ausland befindlichen, zur Vermarktung des vom Fonds produzierten Films eingeschalteten Gesellschaft einstehen möchte wie für eigene.

Das wirft Fragen auf, die man sich gut und gerne auch bei den Fonds von KGAL, LCI und Hannover Leasing stellen kann. Fragen, die sich unlängst auch das Oberlandesgericht München in einem Urteil vom 8. Februar 2010 gestellt hat. Der Senat formuliert:

"Demnach vermittelt der Prospekt den Anleger, dass eine seriöse Bank bereit ist, eine Verpflichtung über mehrere 100 Millionen € einzugehen, ohne auf irgendeine Form von Sicherheit zu bestehen.

... Bei der Plausibilitätsprüfung ist zur Überzeugung des Senats aber zu berücksichtigen, dass ein derartiges Geschäftsgebaren so unwahrscheinlich ist, dass von einem schlüssigen Anlagekonzept nicht mehr gesprochen werden kann. Es drängt sich vielmehr die Frage auf, wie die schuldübernehmende Bank ihr Risiko absichert. Hierzu sagt der Prospekt nichts aus."

Die Prospekte der Großen Drei schweigen zu diesem Punkt im Übrigen nicht weniger. Hier wird man eine wesentliche Lücke vermuten müssen. Wenn es so wäre, wie es bei VIP gewesen ist, dann wäre der das Geld über wenige Stationen zunächst einmal an einen so genannten "Produktionsdienstleister" geflossen. Von dort aus wäre es über den "Mieter" (Leasingnehmer) des Filmes unmittelbar an die Finanzierungsbank geflossen, und zwar in erheblicher Größenordnung. Spinnt man diesen Gedanken weiter, dann könnten die Gelder auch gar nicht für die Herstellung eines Films bereitgestellt worden sein, weil sie ja zuvor wieder vom Produktionsdienstleister über den Leasingnehmer abgeflossen sind.

Wäre dem aber so, dann wäre offensichtlich kein steuerbarer Tatbestand gegeben. Ein Umstand, der im Falle VIP auch unmittelbar festgestellt wurde. Er hatte dem Verantwortlichen dieser Gesellschaft eine hohe Haftstrafe eingebracht. Dies übrigens mit dem Segen des Bundesgerichtshofes. Die Fonds der VIP werden zwischenzeitlich nach entsprechenden Klagen der Anleger in aller Regel rückabgewickelt, wenn man sich nicht über einen möglichen Schaden vergleicht.

Ein derartiges Schicksal dürfte auch KGAL, LCI und Hannover Leasing nicht erspart bleiben. Dies insbesondere, weil sich die Engagements bei zutreffender Betrachtungsweise in keiner Weise für die Anleger als sonderlich vorteilhaft erweisen. Rückabwicklung ist insoweit auch ein durchaus relevantes Thema.

Wenn Sie Probleme mit einem derartigen Fondsprodukt haben, wenden Sie sich gerne an die Rechtsanwälte Wilhelm Lachmair und Jana Narloch hier im Hause.