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Cinerenta - Fonds - Finanzamt will Gewinnerzielungsabsicht verneinen

nicht oscarwürdig: Beteiligungsangebot der Cinerenta

Neues Ungemach für die Anleger - Verlust der gesamten Steuervorteile droht – wen kann man noch zur Verantwortung ziehen?

 München, 01.12.2009; Wesentlich ungemütlicher noch als für die gebeutelten Anleger der seriös konzipierten Filmfonds erwischt es nun die Zeichner der Cinerenta - Gesellschaften. Für sie droht die Anlage ein einziger Alptraum zu werden. Jetzt hat das Finanzamt angekündigt, sämtliche Steuervorteile abzuerkennen, da den Fonds die Gewinnerzielungsabsicht fehle. Damit müssten die Anleger am Ende nicht nur weitgehende Einbußen im Hinblick auf ihr gezeichnetes Kapital hinnehmen, sondern darüber hinaus auch auf jegliche steuerliche Entlastung verzichten. Und damit nicht genug: Der Staat will für die gewährten Steuervorteile nun auch noch erhebliche Säumniszinsen.

Das kann ruinös sein, zumal man durchaus mit Zinsen rechnen muss, die bis zu 60 % und mehr der Steuervorteile betragen. Wer bis jetzt noch unentschieden war, ob er Haftpflichtansprüche geltend machen möchte, sollte sich dies nun kurzfristig überlegen. Allerdings ist fraglich, bei wem man die Verluste geltend machen soll. Die Vertriebsorganisation Investor Treuhand GmbH ist zwischenzeitlich, nachdem sie sich in BERINTREG GmbH unbenannte und ihren Sitz nach Berlin verlegte, in Insolvenz gefallen.

Die Treuhandkommanditistin, die Contor Treuhandgesellschaft mbH und ihre Haftpflichtversicherung existieren noch. Erneut hat hierzu aktuell der zuständige 3. Zivilsenat BGH in seiner Entscheidung vom 08.10.2009 AZ III ZR 207/07 die Rechtsauffassung der Anleger auf Schadensersatzanspruch gegenüber der Contor Treuhandgesellschaft mbH bestätigt. Sie dürfte aber auch langsam an ihre Grenzen stoßen.

Die jetzige Situation muss allerdings aus unserer Sicht dazu führen, dass der gesamte Hintergrund des Fonds neu zu bewerten ist. Inwieweit hier noch unverjährte Ansprüche wegen Kapitalanlagenbetruges im Raume stehen, kann derzeit nicht beurteilt werden. Fernliegend erscheint dies uns nach Lage der Dinge nicht, zumal uns kaum Gesellschaften bekannt sind, denen nachträglich die Gewinnerzielungsabsicht abgesprochen wurde.

Dies ist ein überaus gravierender Vorgang, da das Finanzamt damit zum Ausdruck bringt, dass die Gesellschaft ausweislich ihrer anfänglichen Konzeption keinen Erfolg haben konnte. Eine derartige Maßnahme ist schon deshalb äußerst ungewöhnlich, da das Finanzamt solche Feststellungen dann nicht trifft, wenn sich ein wirtschaftliches Risiko verwirklicht oder unerwartete Entwicklungen eintreten. Nein - an der Gewinnerzielungsabsicht fehlt es richtigerweise nur dann, wenn das Ganze von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Und das lässt sich dem Prospekt mit Sicherheit nicht entnehmen. Angesichts der massiven zu erwartenden Schäden für die Anleger ist diesen dringend raten, der Sache auf den Grund zu gehen. Dies ggf. auch im Wege einer Sonderprüfung.

Gerne sind wir Ihnen bei Ihren weiteren Schritten behilflich. Unsere Kanzlei hat bereits Cinerenta-Anleger erfolgreich, auch vor Gericht, vertreten.