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Equity Pictures GmbH & Co. KG – Angebot zum Rückkauf der Inhaberschuldverschreibung

Der Justizpalast in München, wo schon mancher Medienfonds zur Dabatte stand - mit unterschiedlichem Erfolg

Gesellschafter erhalten erneut Post – was steckt hinter dem Angebot der IHAESVAU GmbH – ist die Annahme empfehlenswert?

München, 31.10.2012; Nicht viel Freude haben die Zeichner der diversen Equity Pictures Fonds mit ihrer Gesellschaftsbeteiligung. Der Fiskus droht mit der jedenfalls teilweisen Aberkennung der Steuervorteile, den beiden ursprünglichen Initiatoren Lautenschlager und Thiesmeyer wird Steuerhinterziehung vorgeworfen. Das Verfahren liegt derzeit bei der 6. Strafkammer des LG München I, die noch in diesem Jahr über die Zulassung der Anklage entscheiden will.

Die Performance der div. Equity Pictures Fonds ist gelinde gesagt nicht berauschend. Den Anlegern droht nicht nur der Totalverlust ihrer bisher geleisteten Einlagen von 50% der Beteiligung ohne Agio. Nunmehr steht auch die Inanspruchnahme aus der Inhaberschuldverschreibung im Raume, mit der die zweite Hälfte der Einlage und das Agio erbracht werden und die eigentlich aus Filmerlösen bedient werden sollte.

In diesem Zusammenhang bestehende Risiken könne man minimieren, wenn man diese Schuldverschreibung gegen einen Betrag von knapp 5% des Nennwerts aufkaufe. In diesem Zusammenhang stellen sich mehrere Fragen:

1. Was gewinne ich durch den Kauf?

Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, wie es scheint. Die Unterschrift unter den vorgeschlagenen Kaufvertrag führt nur in dem Fall zur Entschuldung, dass die vereinbarten Filmerlöse tatsächlich geleistet werden. Hier dürfte der partielle Defeasance-Charakter der Beteiligung hilfreich sein. Gleichwohl – der Kaufvertrag mit der IHAESVAU GmbH kommt nur zustande, wenn die geplanten Erlöse fließen.

Wird der Ankauf durchgeführt, dürfte damit in der Tat wie dargelegt eine Kostenersparnis verbunden sein. Dies sei nach Angabe von Beirat und Fondsgeschäftsführung auf das Währungsrisiko zurückzuführen, das hier wohl als konzeptionelles Problem besteht. Dafür ist der Einsatz von bis zu knapp 5% des Nennwerts nicht allzu hoch. Insoweit spricht aus unserer Sicht mehr dafür, diese Chance zu nutzen, als sie verstreichen zu lassen. Dies gilt insbesondere auch im Zusammenhang mit den dargestellten Mißbrauchsrisiken der Anleihe, die natürlich nicht dadurch geringer werden, dass diese mittlerweile im Besitz einer Gesellschaft mit Sitz in der Karibik ist.

2. Beeinträchtigt der Abschluss meine Chancen auf Schadenersatz?

Derzeit ist noch nicht klar, ob die Equity Pictures Fonds an grundsätzlichen Schwachstellen leiden, die zum – teilweisen – Verlust der steuerlichen Anerkennung führen können. Dazu wird man auf die konkreten Betriebsprüfungsberichte sowie den Ausgang eines etwaigen Strafverfahrens gegen die Initiatoren Thiesmeyer und Lautenschlager warten müssen.

Die Geltendmachung derartiger Ansprüche wird durch die Annahme des Angebots der IHAESVAU GmbH allerdings nicht berührt.

3. Welche Nachteile hat das Angebot

Aus unserer Sicht sind mit dem Angebot keine erkennbaren Nachteile verbunden. Durch die aktuelle Entwicklung haben sich die Zeitraster der Gesellschaft verschoben, sodass aktuell Lösungsbedarf bestand, um weitere Nachteile für die Gesellschafter in Grenzen zu halten. Dies wird mit der vorgeschlagenen Lösung versucht.

Gerne beraten wir Sie bei den grundsätzlichen Fragen der Fonds. Selbstverständlich beantworten wir auch weitergehende Fragen zu dem Ankaufsangebot. Wenden Sie sich dazu bitte an Herrn Rechtsanwalt Lachmair.